Löwenmäulchen pflanzen: Aussaat, Standort und Pflege
Löwenmäulchen (Antirrhinum majus) bringen aufrechte Blütenähren in Beete, Rabatten und Gefäße. Die auffälligen Blüten öffnen sich bei leichtem Druck an den Seiten wie ein kleines Maul. Je nach Sorte bleiben die Pflanzen niedrig und kompakt oder wachsen deutlich höher; Farben reichen von Weiß und Gelb bis Rosa, Rot und mehrfarbigen Kombinationen. Das macht die Auswahl vielseitig, verlangt aber einen Blick auf Wuchshöhe, Standort und geplanten Verwendungszweck.
Löwenmäulchen
Foto: R. Rinnau
Sorte und Standort passend wählen
Hohe Sorten setzen einen senkrechten Akzent im Beet und eignen sich als Schnittblumen. Mittelgroße Pflanzen lassen sich mit Sommerblumen und Stauden kombinieren; niedrige oder überhängende Formen passen eher in Balkonkästen und Töpfe. Beachten Sie auf dem Etikett die erwartete Höhe und den Pflanzabstand. Zu eng gesetzt trocknet das Laub nach Regen langsamer ab und die Pflanzen konkurrieren stärker um Licht und Wasser.
Ein sonniger Platz fördert in der Regel reichliche Blüten. Halbschatten ist möglich, doch an sehr dunklen Stellen bleiben Blüten oft spärlicher und Triebe können sich zum Licht neigen. Der Boden sollte locker und durchlässig sein. In schwerer, nasser Erde leiden die Wurzeln leichter; verbessern Sie die Struktur vor dem Pflanzen mit geeignetem organischem Material oder wählen Sie ein Hochbeet beziehungsweise Gefäß mit Abzugslöchern. Im Topf trocknet das Substrat schneller aus, deshalb kontrollieren Sie dort die Feuchtigkeit häufiger.
Saatgut für Löwenmäulchen
Achten Sie beim Kauf auf Aussaatzeit, Wuchshöhe und Standortangaben. So lässt sich die Sorte passend zum Beet und zur gewünschten Blütenhöhe auswählen.
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Aussaat, Pflanzung und Anwachsen
Löwenmäulchen werden häufig als einjährige Sommerblumen kultiviert, können sich an günstigen Standorten aber auch selbst aussäen oder in milden Lagen länger erhalten. Wer früh blühende Pflanzen möchte, kann sie geschützt vorziehen und erst nach den letzten stärkeren Frösten ins Freiland setzen. Bei der Aussaat werden die Samen nur leicht angedrückt, denn viele Sorten keimen am Licht; halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Sämlinge lassen sich nach dem Auflaufen vorsichtig vereinzeln. Direktsaat ist ebenfalls möglich, bringt jedoch meist eine spätere Blüte.
Vor dem Auspflanzen gewöhnen Sie vorgezogene Jungpflanzen schrittweise an Sonne und Außenluft. Setzen Sie sie in der Höhe des bisherigen Wurzelballens ein und gießen Sie gründlich an. Lassen Sie zwischen den Pflanzen genug Luft und Platz für ihre sortentypische Breite. Eine dünne Mulchschicht hilft, Feuchtigkeit im Beet zu halten, sollte aber nicht direkt an den Stängeln liegen. Weitere Aussaat- und Pflanzhinweise finden Sie in der Übersicht zu Blumen im Garten.
Gießen, Düngen und Blüte verlängern
Halten Sie frisch gepflanzte Löwenmäulchen gleichmäßig feucht. Eingewachsene Pflanzen vertragen kurze trockene Phasen besser, doch anhaltender Wassermangel lässt Blüten und Knospen nachlassen. Gießen Sie vorzugsweise direkt an den Boden und vermeiden Sie dauerhaft nasse Erde. In Gefäßen darf überschüssiges Wasser nicht im Übertopf stehen bleiben. Eine maßvolle Kompostgabe bei der Beetvorbereitung reicht häufig aus; zu viel Stickstoff kann viel weiches Blattwachstum und weniger standfeste Triebe fördern.
Entfernen Sie verblühte Blütenstände regelmäßig, wenn die Pflanze weiter neue Knospen bilden soll. Lassen Sie einzelne Stände stehen, wenn Sie Samen gewinnen möchten; danach fällt die Blüte an diesen Trieben naturgemäß geringer aus. Hohe Sorten können an windigen Plätzen eine dezente Stütze brauchen. Schneiden Sie verblühte oder beschädigte Triebe mit sauberem Werkzeug zurück.
Gestaltung und Kombination
Als Schnittblume halten die Blüten länger, wenn Sie sie ernten, sobald sich die unteren Knospen öffnen, und sofort in frisches Wasser stellen. Im Beet wirken Gruppen derselben Sorte ruhiger als viele einzelne Pflanzen. Kombinieren Sie die Blütenfarben mit zurückhaltenden Blattpflanzen oder mit anderen Arten, die ähnliche Licht- und Bodenbedingungen mögen. Für frühe Frühlingsfarbe bieten sich Primeln oder Stiefmütterchen an; sie werden jedoch zu einer anderen Jahreszeit gepflanzt und ersetzen die Sommerblüte nicht. Wer eine dauerhafte Beetstruktur sucht, kann Löwenmäulchen mit Stauden ergänzen. Hohe Schnittblumen lassen sich außerdem mit Sonnenblumen abwechseln. Wählen Sie die Partner so, dass keine Pflanze die andere dauerhaft beschattet, und planen Sie die Aussaat nach dem örtlichen Frostverlauf.