Hortensien
Die Hortensie ist ein strauchförmiges Steinbrechgewächs mit immer- oder sommergrünen Blättern. Der Zierstrauch liebt ausreichend Feuchtigkeit, worauf sein wissenschaftlicher Name Hydrangea hindeutet, verträgt aber keine Staunässe. Er mag sauren und nährstoffreichen Boden und nimmt gern mit Halb- und sogar Vollschatten vorlieb.
Die kugelförmigen oder flachdoldigen Blütenstände und Rispen leuchten zwischen Sommer und Herbst in Rosarot, Blau, Creme oder grünlich. Durch kronblattartig vergrößerte Kelchblätter entsteht der enorme Schauwert der beliebten Gartenpflanze, die sich auch prächtig im Kübel macht.
Rund 80 Arten der Hortensien sind in Ost- und Südostasien sowie in Amerika bekannt. In unseren heimischen Gefilden unterscheidet man im Groben zwischen der Kletter-, Zimmer- und Gartenhortensie. Die Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla), vielen auch als Bauernhortensie bekannt und der Klassiker für wildromantische Bauerngärten ist im Wesentlichen winterhart. Das Besondere an ihren Blüten: Sie färbt sie nach eigenem Gutdünken, sprich: Gib mir die Chemie und ich werde blau. In dem Fall wäre die Zugabe von speziellem Dünger oder Alaun für die Blaufärbung verantwortlich, weil so der ph-Wert unter 4,5 verändert wird. Ob sich ihre pinkfarbenen Blütenstände daraufhin tatsächlich ändern, liegt dann nicht mehr in den Händen des Gärtners.
Den Weg nach Europa hat die Hortensie vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts von Japan aus gefunden. Über die Namensherkunft der Hortensie sind sich die Quellen nicht einig. Einige schreiben den Namen der Stieftochter von Kaiser Napoleon, Hortense de Beauharnais zu. Andere Quellen berichten, dass sie den Namen der Reisegefährtin des französischen Pflanzenforschers Philibert Commerson, Hortense Lepaute bekam.