Kohl
Der Kohl mit seinen verschiedenen Formen und schmackhaften Sorten hat heute einen festen Stammplatz in den meisten deutschen Küchen. Seine Wildform stammt aus den Küstenbereichen Europas, vornehmlich aus dem mediterranen Raum. Aber auch an den Westküsten des Kontinentes bis hinauf nach Südengland wächst wilder Kohl. In Deutschland findet man wilden Kohl lediglich in Form von Klippenkohl auf Helgoland.
Wann und in welchem Gebiet der wilde Kohl kultiviert wurde, ist nicht genau bekannt. Von Italien und Griechenland ist Kohlanbau im dritten Jahrhundert v. Chr. bekannt. In Deutschland taucht der Kohl in Überlieferungen aus dem 16. und 17. Jahrhundert auf. Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche Zuchtformen, die sich in Gestalt und Geschmack oft erheblich unterscheiden.
Kohl im Garten anzubauen muss man nicht den Gartenprofis überlassen. Viele Sorten sind recht unkompliziert und lassen auch den Anfänger ansehnliche Anbauergebnisse erzielen.
Und egal, ob man Blumenkohl, Wirsing, Weißkohl oder eine der zahlreichen anderen Kohlsorten bevorzugt, frisch aus dem Garten ist auch das früher als ‚Armeleute-Essen’ verpönte Gemüse immer etwas Besonderes und zudem äußerst gesund.
Beim Anbau von Kohl im Garten sollte man beachten, dass Kohlpflanzen einen hohen Nährstoffverbrauch haben. Daher sollte Kohl nie direkt in Folge an der gleichen Stelle angebaut werden. Ein heller Standort sollte gegeben sein, da eine höhere Lichtintensität dazu beiträgt, den Nitratgehalt im Kohl niedrig zu halten. Zur Vermeidung von Krankheiten sollte darauf geachtet werden, dass keine Staunässe auftritt, die die Pflanzen schädigen kann. Berücksichtigt man diese Dinge steht einem ertragreichen Anbau von Kohl im Garten nichts mehr im Wege.