Kartoffeln
Die in Südamerika heimische Kartoffel fand ursprünglich als Zierpflanze ihren Weg nach Europa. Erst später fand man hier heraus, dass die Pflanze nicht nur über hübsche Blüten, sondern auch über essbare und sogar äußerst schmackhafte Knollen verfügt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Kartoffel zu einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel weltweit. Auch wenn der Kartoffelkonsum hierzulande in den letzten Jahren stetig abgenommen hat, ist sie doch immer noch eines der beliebtesten Nahrungsmittel.
Es gibt insgesamt etwa 5.000 Kartoffelsorten, die größtenteils zur Anpassung an die unterschiedlichen geographischen und klimatischen Gegebenheiten der verschiedenen Anbaugebiete gezüchtet wurden. Wichtiges Kriterium bei der Sortenwahl sind die unterschiedlichen Reifezeitpunkte und bei Speisekartoffeln die verschiedenen Kocheigenschaften. Doch auch im Geschmack unterscheiden sich die Sorten oft erheblich voneinander.
Obwohl Kartoffeln recht preiswert und ganzjährig zu kaufen sind, lohnt sich der Anbau eigener Kartoffeln im Garten. Die schmackhaften Knollen selbst zu ziehen gestaltet sich relativ unkompliziert und frisch aus dem Garten schmecken sie natürlich besonders gut. Zudem ist die Handelsware meist in erster Linie auf hohe Erträge gezüchtet. Der Geschmack bleibt beim gewerblichen Anbau oft auf der Strecke. Wer selbst Kartoffeln im Garten zieht, kann sich in der Wahl der Sorten ganz nach seinen kulinarischen Vorlieben richten. So landen in der Erntezeit besonders leckere Exemplare der beliebten Knollen auf dem heimischen Teller. Und wer seinen selbst angebauten Kartoffeln die richtigen Lagerbedingungen bietet – kühl, trocken, dunkel und gut belüftet – kann die Früchte seiner Arbeit auch noch lange Zeit nach der Ernte genießen. So ist der Anbau von Kartoffeln im Garten in jedem Falle eine lohnende Angelegenheit.