Feuerflechte Flechte des Jahres 2011
Der Lebensraum für Fulgensia fugens, der Flechte des Jahres 2011, wird seltener.

Feuerflechte Flechte des Jahres 2011

(Auszeichnungen von Gartenpflanzen)

Feuerflechte Flechte des Jahres 2011. Fulgensia fulgens, die Gewöhnliche Feuerflechte, ist die Flechte des Jahres 2011.

Die Bryologisch-lichenologische Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa möchte in diesem Jahr die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf eine Flechte lenken, die in Deutschland mittlerweile sehr selten geworden ist. Die Gewöhnliche Feuerflechte wächst auf lückigem Trockenrasen in nährstoffarmen und flachgründigen Böden über Kalk- und Gipsgestein – ein Umfeld, das in Deutschland nicht mehr so häufig zu finden ist wie in der Vergangenheit.

Das allmähliche Verschwinden der Offenbodenstellen in den Trockenrasen sorgt dafür, dass die Gewöhnliche Feuerflechte mehr und mehr Schwierigkeiten bekommt, ihren Platz zu finden. Die heute typischen, hohen Nährstoffeinträge aus der Luft begünstigen zusätzlich schnell wachsende Moose und Blütenpflanzen, die die Flechtenrasen überwachsen.


Durch ihr leuchtend gelbes Lager und die tellerförmigen Fruchtkörper mit hellem Rand ist die Gewöhnliche Feuerflechte an den Orten, wo sie noch wächst, auch von weniger erfahrenen Flechtenkundlern relativ einfach zu identifizieren.

Eine Verwechslung dieser Flechte ist normalerweise eigentlich nur mit der noch selteneren Fulgensia bracteata möglich, der sogenannten Schönfleck- oder Gelb-Flechte. Diese Art unterscheidet sich allerdings durch ein mehr schuppiges Lager und wächst stets direkt an Gestein oder an Rinde und nicht auf dem Boden wie die Gewöhnliche Feuerflechte.

Als eine der Charakterarten der in der gesamten Nordhemisphäre verbreitetem Bunten Erdflechtengesellschaft ist die Gewöhnliche Feuerflechte eine Pflanze, die für die Flora in den wärmeren Regionen Süddeutschlands, Österreichs und der Schweit eigentlich sehr typisch ist. In der Nähe dieser Flechte findet man häufig die graugrüne Toninia sedifolia, das braune Placidium squamulosum, die weiße Squamarina lentigera, die hellgrüne Cladonia convoluta und die orangefarbene Psora decipiens.

Mittlerweile ist die Gewöhnliche Feuerflechte in Deutschland so selten geworden, dass sie auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Pflanzen geführt wird. Ähnliches gilt für Squamarina lentigera und Cladonia convoluta, etwas weniger schlecht steht es um Toninia sedifolia und Psora decipiens, die aber immer noch als stark gefährdet gelten.
 

Saskia Epler

Foto: www.gartenpflanzen-infos.de

Datum: 07.01.2011


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