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Urweltmammutbaum: Standort und Pflege des großen Gartenbaums

Der Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides) ist ein ungewöhnlicher Nadelbaum, der im Herbst seine weichen Nadeln abwirft. Im Frühjahr treibt er frischgrün aus; vor dem Laubfall färbt sich das Laub häufig bronzefarben. Der Baum wächst kräftig und kann im Laufe der Zeit etwa 25 bis 30 Meter hoch werden. Er eignet sich deshalb vor allem für großzügige Gärten und Parkanlagen, nicht für kleine Vorgärten.

Urweltmammutbaum mit fein gefiedertem Laub
Auch wenn er aus China stammt, ist ein chinesischer Garten nicht der einzige Ort für einen Urweltmammutbaum

Datum: 27.02.2011

Genügend Platz einplanen

Beim Kauf wirkt ein junger Urweltmammutbaum oft noch zierlich. Die spätere Größe ist jedoch entscheidend: Planen Sie Abstand zu Gebäuden, Leitungen, Wegen und Grundstücksgrenzen ein. Bedenken Sie auch den Schattenwurf und dass ein ausgewachsener Baum nicht mehr ohne Weiteres versetzt werden kann. Für begrenzte Flächen ist ein kleiner wachsendes Gehölz meist die bessere Wahl; eine beliebige Ersatzpflanze erfüllt aber nicht dieselbe Funktion und sollte nach dem vorhandenen Platz ausgewählt werden.

Standort und Boden

Ein sonniger Standort fördert einen gleichmäßigen Wuchs. Der Boden sollte humos und ausreichend feucht, zugleich aber durchlässig sein. Trockenheit bremst das Wachstum und kann besonders jungen Bäumen zusetzen. Gießen Sie daher in längeren niederschlagsarmen Perioden durchdringend. Eine Mulchschicht kann die Feuchtigkeit halten; sie sollte nicht direkt am Stamm angehäuft werden. Vor dem Pflanzen lohnt es sich, den Boden und den Wasserabzug am vorgesehenen Standort zu prüfen.

Das Pflanzloch sollte breit genug sein, damit die Wurzeln locker ausgebreitet werden können. Setzen Sie den Baum nicht tiefer ein, als er im Container stand, und wässern Sie nach dem Pflanzen gut. Bei windoffener Lage kann ein fachgerecht befestigter Pfahl dem jungen Baum beim Anwachsen Halt geben. Kontrollieren Sie die Bindung regelmäßig und lockern Sie sie rechtzeitig, damit sie nicht in den Stamm einschneidet.

Pflege und Jahreszeiten

Nach dem Anwachsen braucht der Urweltmammutbaum meist keinen regelmäßigen Formschnitt. Entfernen Sie nur abgestorbene oder beschädigte Äste und achten Sie auf saubere Schnittführung. Größere Äste sollten aus Sicherheitsgründen von einer qualifizierten Fachkraft bearbeitet werden. Der jährliche Nadelabwurf ist normal und kein Zeichen einer Erkrankung. Das herabfallende Laub kann als Mulch liegen bleiben oder kompostiert werden, sofern es nicht von einer Krankheit befallen ist.

Der Baum ist laubabwerfend und treibt im Frühjahr neu aus. Ein kühler Winter ist daher kein Grund, die Pflanze in ein Haus oder Gewächshaus zu bringen. Junge Pflanzen profitieren dennoch von einer standortgerechten Pflanzung und ausreichender Wasserversorgung während trockener Perioden.

Ein Baum mit besonderer Geschichte

Die Art war zunächst aus Fossilien bekannt und wurde im 20. Jahrhundert in China als lebender Baum wiederentdeckt. Heute wird sie weltweit als Zierbaum gepflanzt. Ihre Geschichte ist faszinierend, doch im Garten zählt vor allem, dass sie sehr groß wird und einen gleichmäßig feuchten Boden schätzt.

Wer unterschiedliche Gehölze vergleicht, findet weitere Anregungen in unseren Informationen zu Bäumen und Gartenpflanzen. Wählen Sie die Art passend zu Raum, Boden und Pflegeaufwand – ein großer Baum sollte nicht erst dann zum Problem werden, wenn seine Krone bereits über den Garten hinauswächst.

Saskia Epler

Foto: www.gartenpflanzen-infos.de