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Garten im Januar

Im Januar braucht der Garten meist wenig Pflege, aber einige gezielte Kontrollen lohnen sich: Schützen Sie Kübel und empfindliche Pflanzen bei Frost, betreten Sie keine gefrorenen oder durchnässten Beete und prüfen Sie winterliche Futterstellen regelmäßig. Schnee und Kälte verändern den Bedarf von Pflanzen und Tieren; richten Sie Maßnahmen daher nach der Witterung und nicht allein nach dem Monatsnamen aus.

Garten im Januar Ein Vogelhaus bietet Vögeln in den Wintermonaten Unterschlupf und ist eine trockene Futterstelle Foto: Roland Rinnau

Vögel im Wintergarten unterstützen

Eine Futterstelle kann im Winter die Beobachtung heimischer Vögel erleichtern und bei anhaltender Kälte ergänzend helfen. Sie ersetzt jedoch keinen vielfältigen Lebensraum. Samenstände, beerentragende Gehölze, Laubschichten und geschützte Hecken bieten über längere Zeit natürliche Nahrung und Deckung. Wenn Sie füttern, verwenden Sie für die jeweiligen Arten geeignetes Futter und halten Sie die Futterstelle trocken und sauber. Brot, gesalzene Speisen und gewürzte Küchenreste gehören nicht ins Futter.

Ein Futtersilo ist praktisch, weil die Tiere nicht im Futter stehen und es weniger verschmutzen können. Bei einem offenen Futterhaus sollten Sie nur kleine Portionen nachlegen und es regelmäßig reinigen. Entfernen Sie Futterreste unter dem Platz, schützen Sie das Futter vor Regen und Schnee und tragen Sie bei der Reinigung möglichst Handschuhe. Ein freier Anflug mit nahe gelegener Deckung hilft den Vögeln, während ein übersichtlicher Standort das Anschleichen von Katzen erschwert. Die Hinweise des NABU zur Vogelfütterung erläutern Futterplatz und Hygiene ausführlich.

Damit Vögel auch außerhalb der Fütterungszeit Nahrung und Rückzugsorte finden, können Sie Sträucher mit unterschiedlichen Wuchsformen und – sofern passend – heimische, beerentragende Arten pflanzen. Nicht jede Beere wird von jeder Vogelart genutzt; außerdem sind manche Früchte für Menschen oder Haustiere nicht zum Verzehr geeignet. Lassen Sie Samenstände an geeigneten Stauden stehen und räumen Sie den Garten nicht vollständig ab. Bei der Planung können ein naturnaher Hausgarten, ein kleiner Obstgarten oder eine Hecke als Rückzugsraum Bausteine sein.

Kübel, Immergrüne und Wasser kontrollieren

Bei längerem Frost friert die Erde in Töpfen schneller durch als im Gartenboden. Stellen Sie winterharte Kübelpflanzen windgeschützt auf Holz oder eine Dämmplatte und umhüllen Sie das Gefäß mit luftdurchlässigem Material. Lassen Sie den Wasserabzug frei. An frostfreien Tagen prüfen Sie, ob der Wurzelballen trocken ist; immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Wasser, dürfen aber nicht in nasser Erde stehen. Bei empfindlichen Pflanzen richtet sich das Winterquartier nach Art und Sorte. Holen Sie sie nicht in einen warmen, dunklen Raum, wenn sie einen hellen und kühlen Platz benötigen.

Gießen Sie an milden Tagen sparsam und nur, wenn der Ballen nicht gefroren ist. Wenn Sie eine Vogeltränke aufstellen, kontrollieren Sie sie häufig und tauschen gefrorenes Wasser aus. Verzichten Sie auf Zusätze, die das Gefrieren verzögern sollen; die Wasserstelle muss leicht zugänglich und sauber bleiben. Mehr zur Auswahl geeigneter Pflanzen für eine räumliche Struktur geben die Seiten über Gartenbäume und Obststräucher und Sträucher.

Beete und Wege schonen

Gefrorene Staudenstängel und kahle Beete müssen im Januar nicht aufgeräumt werden. Die Pflanzenreste schützen den Boden teilweise vor Wetter und bieten Tieren Struktur. Entfernen Sie nur Teile, die krank sind oder Wege und Abflüsse blockieren. Schneiden Sie Stauden nicht bei Frost; warten Sie auf einen milden, trockenen Zeitraum und darauf, dass der neue Austrieb erkennbar wird. Eine dünne Laubschicht kann auf freien Beeten bleiben, wenn sie locker liegt und keine empfindlichen Pflanzen bedeckt.

Betreten Sie nasse oder gefrorene Rasenflächen möglichst wenig, da sich Spuren nur langsam erholen. Schieben Sie schweren, nassen Schnee vorsichtig von empfindlichen Gehölzen, falls Äste stark heruntergedrückt werden; schütteln Sie gefrorene Zweige nicht, weil sie leicht brechen. Prüfen Sie Wege auf Glätte und räumen Sie Schnee so, dass er nicht auf immergrüne Pflanzen oder in Beete geschoben wird.

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Arbeiten und Aussaaten planen

Der Januar eignet sich, um Saatgutvorräte, Werkzeuge und Pflanzgefäße zu prüfen. Entsorgen Sie beschädigte oder nicht mehr zuverlässig beschriftete Saatgutpackungen und notieren Sie, welche Sorten Sie für die kommende Saison ausprobieren möchten. Prüfen Sie auch, ob Gartenschläuche und Regentonnen entleert sind. Schneiden Sie Gehölze nicht nach einem pauschalen Januarplan: Blütezeit, Wuchsform, Frost und örtliche Regeln bestimmen, wann der passende Schnitt erfolgt. Große Eingriffe warten besser auf fachliche Klärung.

Wer Flächen für die nächste Saison anpassen möchte, kann Beete und Wege bei offenem Boden gedanklich planen, ohne jetzt schwere Erde umzugraben. Die Gartenarbeiten im Dezember zeigen, was in den vorangegangenen Wochen geschützt wurde; im Gartenkalender für März folgen die ersten Arbeiten, sobald Boden und Wetter sie zulassen.

Kurze Januar-Checkliste

Kontrollieren Sie nach starkem Frost Kübel, Bindungen und empfindliche Gehölze, halten Sie Futterstellen trocken und hygienisch und lassen Sie nützliche Samenstände nach Möglichkeit stehen. An frostfreien Tagen können Sie trockene Kübelpflanzen vorsichtig wässern und Geräte warten. Größere Pflanz- und Schnittarbeiten haben Zeit, bis Boden, Temperatur und Pflanzenart dazu passen. So bleibt der Garten im Winter geschützt und zugleich ein Lebensraum, der nicht nur ausgeräumt und abgedeckt ist.

 

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