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Garten im März

Im März beginnt die Gartenarbeit nicht an einem festen Datum, sondern sobald der Boden abgetrocknet und wieder krümelig ist. Dann können Beete vorbereitet, erste robuste Kulturen gesät und Gehölze kontrolliert werden. In kalten oder nassen Lagen warten Sie länger; ein früher Start in aufgeweichter Erde verdichtet den Boden und schadet mehr, als er nützt.

Garten im März Salat mit Gemüse und Kräutern aus dem eigenen Garten Foto: Alesia Belaya

Boden und Beete zuerst prüfen

Nehmen Sie eine Handvoll Erde und drücken Sie sie leicht zusammen. Bleibt sie als schmieriger Klumpen kleben, ist das Beet noch zu nass für Hacke, Spaten oder Tritt. Zerfällt die Erde wieder, können Sie die Oberfläche lockern, ohne sie tief umzuwenden. Entfernen Sie Wurzelunkräuter und grobe Pflanzenreste, lassen Sie aber gesundes Laub unter Sträuchern liegen, sofern es nicht dicht und nass aufliegt. Reifer Kompost lässt sich dünn auf die späteren Kulturflächen geben; frischer Mist gehört nicht direkt an empfindliche Jungpflanzen oder in die Saatreihe.

Planen Sie die Reihen nach Licht, verfügbarem Wasser und Erreichbarkeit. Hohe Kulturen sollten niedrigere nicht dauerhaft beschatten. Legen Sie Wege so an, dass Sie Beete zur Ernte erreichen, ohne auf die Fläche zu treten. Wer einen Nutzgarten neu ordnet, kann jetzt Fruchtfolge und Platzbedarf notieren; die gleiche Kultur sollte nicht jedes Jahr auf demselben Beet stehen, wenn eine wechselnde Beetfolge möglich ist.

Robuste Kulturen vorsichtig aussäen

Im März eignen sich je nach Region und Boden unter anderem frühe Aussaaten von Radieschen, Spinat oder Feldsalat. Prüfen Sie Saatguttüte und lokale Bedingungen: Bei kaltem, nassem Boden keimen viele Samen langsam oder faulen. Ziehen Sie flache Saatrillen, legen Sie das Saatgut in der angegebenen Tiefe ab, schließen Sie die Rille fein und drücken Sie die Oberfläche leicht an. Ein Etikett mit Sorte und Datum erspart später Rätsel. Gießen Sie mit feiner Brause, damit die Samen nicht freigespült werden, und halten Sie die oberste Bodenschicht gleichmäßig feucht statt dauerhaft nass.

Wärmebedürftige Gemüsearten wie Tomaten werden in vielen Regionen geschützt im Haus oder Gewächshaus vorgezogen, nicht in kalte Freilandbeete gesät. Verwenden Sie saubere Gefäße und ein lockeres, eher nährstoffarmes Aussaatsubstrat. Nach dem Auflaufen brauchen die Sämlinge viel Licht und weniger Wärme als zur Keimung; so bleiben sie kompakter. Anleitungen zu Gemüse im Garten und zur Tomatenpflege helfen, Aussaat und spätere Kultur getrennt zu planen. Was im April weitergeht, steht im Gartenkalender für April.

Gehölze, Stauden und Rasen kontrollieren

Bei Gehölzen können Sie abgestorbene oder eindeutig beschädigte Zweige entfernen. Größere Schnittmaßnahmen hängen von Art, Blütezeit und örtlichen Schutzregeln ab; schneiden Sie nicht vorsorglich ganze Sträucher zurück. Bei Frühjahrsblühern würde ein starker Schnitt vor der Blüte die Knospen entfernen. Prüfen Sie außerdem, ob frisch gepflanzte Gehölze noch fest stehen und ob Bindungen scheuern. Lockern oder erneuern Sie sie bei Bedarf, ohne den Stamm einzuschnüren.

Staudenbeete werden schrittweise aufgeräumt. Schneiden Sie abgestorbene Stängel erst zurück, wenn sich neuer Austrieb zeigt, und arbeiten Sie vorsichtig zwischen den Pflanzen, damit überwinternde Tiere und frische Triebe nicht verletzt werden. Teilen oder versetzen Sie Stauden nur, wenn Boden und Wetter es zulassen und die Art den Eingriff verträgt. Eine passende Auswahl von Staudenpflanzen erleichtert die Planung für unterschiedliche Licht- und Bodenverhältnisse.

Rasenflächen sollten ebenfalls erst betreten oder bearbeitet werden, wenn sie abgetrocknet sind. Entfernen Sie Äste und Laub, und mähen Sie erst, wenn das Gras sichtbar wächst und der Untergrund tragfähig ist. Kahle Stellen lassen sich später nachsäen, sobald die Bodentemperatur und Feuchtigkeit eine gleichmäßige Keimung ermöglichen. Frühjahrsdünger ist nicht automatisch im März nötig; richten Sie die Versorgung nach Wachstum und Boden, nicht allein nach dem Kalender.

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Kräuter und Jungpflanzen auf den Start vorbereiten

Mehrjährige Kräuter im Beet können vorsichtig von trockenem Pflanzenmaterial befreit werden. Bei Kübelkräutern prüfen Sie, ob Wasser gut abläuft und ob Wurzeln den Topf stark durchzogen haben. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin stehen sonnig und benötigen ein Substrat, das nicht dauerhaft nass bleibt; empfindliche Pflanzen bleiben bei Frostgefahr geschützt. Für die Anzucht im Haus ist ein heller Platz entscheidend. Drehen Sie Gefäße gelegentlich, damit die Sämlinge nicht einseitig zum Fenster wachsen. Der Überblick über Kräuter für Garten und Balkon hilft bei der Auswahl; für Töpfe gilt die gleiche Grundregel wie im Garten: Abflusslöcher offen halten und Staunässe vermeiden.

Mit Wetterreserven planen

Halten Sie Vlies bereit, wenn empfindliche Jungpflanzen schon draußen stehen und nochmals Nachtfrost angekündigt ist. Die Abdeckung muss tagsüber gelüftet und bei stabil warmer Witterung entfernt werden. Eine Aussaat im März ist kein Versprechen auf eine frühe Ernte: Licht, Bodentemperatur und Niederschlag bestimmen das Tempo. Notieren Sie, was gut gekeimt ist, und säen Sie bei Bedarf portionsweise nach. So bleibt die Arbeit überschaubar und Sie können auf die Bedingungen Ihres Gartens reagieren, statt alle Aufgaben gleichzeitig erledigen zu wollen.

 

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