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Garten im Dezember

Im Dezember ist der Garten größtenteils in der Winterruhe. Statt Beete zu bearbeiten, geht es jetzt um wenige Kontrollen: Kübelpflanzen vor starken Frösten schützen, Wege und Abläufe freihalten und empfindliche Pflanzen nur an frostfreien Tagen vorsichtig wässern. Wie viel zu tun ist, hängt von Temperatur, Niederschlag und dem Standort ab; in milden Gegenden bleibt manches länger draußen, während exponierte Balkone besonderen Schutz brauchen.

Garten im Dezember Die Korkenzieherhasel sieht verschneit besonders hübsch aus Foto: Dagobert Wiedamann

Kübelpflanzen und immergrüne Gehölze

Prüfen Sie, ob Pflanzen im Topf winterhart sind und ob das Gefäß ausreichend frostsicher ist. Bei winterharten Gehölzen schützt eine windgeschützte Position an der Hauswand und eine Dämmung unter dem Topf vor rascher Abkühlung. Umwickeln Sie das Gefäß mit luftdurchlässigem Material, lassen Sie Abzugslöcher frei und halten Sie die Substratoberfläche nicht dauerhaft nass. Immergrüne Pflanzen verdunsten auch im Winter Wasser. Kontrollieren Sie daher an milden, frostfreien Tagen, ob der Ballen trocken ist, und gießen Sie sparsam. Gefrorene Erde nimmt kaum Wasser auf.

Nicht winterharte Kübelpflanzen gehören abhängig von Art und Sorte in ein geeignetes Winterquartier. Viele brauchen einen hellen, kühlen Platz statt eines warmen Wohnzimmers. Entfernen Sie welke Teile, kontrollieren Sie die Pflanzen auf Schädlinge und stellen Sie Töpfe nicht so dicht, dass Luft kaum zirkulieren kann. Hinweise zur Pflege von Zimmer- und Kübelpflanzen helfen bei der Einordnung, ersetzen aber nicht die Ansprüche der konkreten Art.

Beete nicht unnötig aufräumen

Stehen gelassene Staudenstängel und Samenstände bieten Struktur und können Tieren Nahrung oder Deckung geben. Schneiden Sie nicht alles vor dem Winter bodennah zurück. Entfernen Sie kranke Pflanzenteile und solche, die Abflüsse oder Wege verstopfen; gesundes Material kann bis zum Frühjahr stehen bleiben. Eine dünne, lockere Laubschicht auf freien Beeten schützt die Oberfläche. Auf dem Rasen sollte eine geschlossene Laubdecke entfernt werden, damit das Gras nicht lange darunter liegt. Vermeiden Sie das Betreten nasser oder gefrorener Rasenflächen, denn sie nehmen leicht Schaden.

Bei Rosen hängt der Schutz von Sorte und Lage ab. Wenn starke Kälte angekündigt ist, kann lockere Erde am Veredelungsbereich schützen. Vermeiden Sie einen kräftigen Rückschnitt im Dezember und befestigen Sie Abdeckungen so, dass Luft zirkulieren kann. Mehr zur Pflanzenauswahl für einen Rosengarten und zu Stauden für das Beet finden Sie in den Pflanzenratgebern.

Schnee, Frost und Wasser im Blick behalten

Schnee isoliert den Boden, kann aber auf immergrünen Zweigen schwer lasten. Entfernen Sie nassen Schnee behutsam von Ästen, die sich stark biegen; schlagen oder schütteln Sie gefrorene Zweige nicht, weil sie brechen können. Kontrollieren Sie nach Sturm, ob Bindungen scheuern oder frisch gesetzte Gehölze gelockert wurden. Wasser in Schläuchen, Gießkannen und Regentonnen kann bei Frost Schäden verursachen. Entleeren Sie empfindliche Gefäße und lagern Sie sie frostgeschützt.

Halten Sie Wege und Abläufe frei, damit Schmelzwasser abfließen kann. Bei Glätte ist eine sichere, pflanzenverträgliche Räumung wichtig; Streusalz kann angrenzende Pflanzen und Böden belasten. Streuen Sie Salz daher nicht in Beete oder direkt an Wurzeln. Eine kleine Vogeltränke benötigt regelmäßige Kontrolle: Tauschen Sie gefrorenes Wasser aus und halten Sie das Gefäß sauber, ohne Zusätze gegen das Gefrieren einzusetzen.

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Winterliche Futterstellen hygienisch halten

Wenn Sie Vögel füttern, verwenden Sie geeignetes Futter, schützen Sie es vor Nässe und reinigen Sie die Futterstelle regelmäßig. Ein Futtersilo begrenzt die Verschmutzung, weil die Tiere nicht im Vorrat stehen. Bei offenen Futterhäusern sind kleine Portionen sinnvoll; entfernen Sie Reste, die feucht oder verdorben sind. Lassen Sie außerdem natürliche Nahrung und Deckung im Garten: Samenstände, Laubbereiche und Gehölze ergänzen eine Futterstelle. Ein Hausgarten mit verschiedenen Strukturen bietet im Winter mehr als eine aufgeräumte Rasenfläche.

Die kommende Saison ruhig vorbereiten

Dezember ist ein guter Zeitpunkt, Saatgutvorräte, Werkzeuge und Pflanzpläne zu prüfen. Notieren Sie, welche Beete im nächsten Jahr eine andere Kultur aufnehmen sollen und wo Wasser oder Schatten fehlen. Für einen Nutzgarten können Sie Fruchtfolge und Platzbedarf skizzieren, ohne gefrorene oder nasse Erde umzugraben. Im Gartenkalender für Januar finden Sie weitere Winterkontrollen; die Hinweise zu Arbeiten im November zeigen, welche Schutzmaßnahmen schon vor Beginn des Winters sinnvoll sind.

Eine kurze Runde durch Garten und Balkon genügt oft: Stehen empfindliche Töpfe geschützt, sind Abflüsse frei und können immergrüne Pflanzen bei Bedarf Wasser aufnehmen? Lassen Sie die übrigen Flächen ruhen. Wenn Boden und Pflanzen im Dezember nicht bearbeitet werden müssen, ist Zurückhaltung häufig die beste Pflege.

 

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