Schwimmpflanzen
Eine der bekanntesten Schwimmpflanzen ist die Wasserlinse
Der wohl bekannteste Vertreter der Schwimmpflanzen ist die, auch als Entenflott oder Entengrütze, bekannte Kleine Wasserlinse. Typisch für diese Gewächse ist ihre Eigenart ohne Verbindung zum See- oder Teichgrund auf der Wasseroberfläche zu treiben. Ausgestattet mit einer oft fadenförmigen Wurzel nehmen Schwimmpflanzen Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf und entziehen ihm auf diese Weise auch Schadstoffe, wirken also wie eine Art Filter. Da sie speziell Nahrungskonkurrenten der ungeliebten Algen sind, werden Schwimmpflanzen häufig von Teichbesitzern im heimischen Garten oder von Aquarienbesitzern zur Regulierung des Wasserhaushalts gezielt eingesetzt.
Zu beachten gilt es hierbei, dass die Schwimmpflanzen nicht die gesamte Wasseroberfläche einnehmen, da so kein Licht in die tieferen Wasserschichten vordringen kann und Fische und Unterwasserpflanzen von Licht und Wärme abgeschottet werden. Gerade bei der Kleinen Wasserlinse ist eine großflächige Ausbreitung zu vermeiden, da die nur wenige Millimeter großen Gewächse eine enorme Verschlammung hervorrufen können und alle übrigen Lebewesen von der Sauerstoffzufuhr abschneiden.
Neben der Wasserlinse eignen sich, in Maßen, viele weitere Schwimmpflanzen zur Begrünung einer Wasserfläche. Ein besonders schön anzusehendes Beispiel ist die Krebsschere. Wegen ihrer ähnlichen Erscheinung trägt sie auch den Beinamen Wasseraloe. Ihre bis zu 40 cm langen Blätter ragen teilweise aus dem Wasser und die etagenartig übereinander wachsenden Generationen bilden mit der Zeit ein dichtes Netzwerk. 1998 wurde die in ihrem Bestand gefährdete Krebsschere zur Blume des Jahres ernannt.
Zur selben Familie wie die Krebsschere gehört auch der Froschbiss. Die wesentlich kleineren Pflanzen bilden hübsche weiße Blüten aus und sind, wie die Wasserhyazinthen mit ihren bläulich-lilafarbenen Blüten, eine wahre Zierde auf jedem Teich.
Foto: D. Wiedamann