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Buchsbaum
Buxus sempervirens
Der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens) ist ein sehr langsam wachsender Baum. Er kann bis zu 8 Meter hoch werden (normal ist allerdings eher die Hälfte), erreicht allerdings allermeistens nur Strauchhöhe. Seit langer Zeit wird er von Gärtnern gerne verwendet.
Die meisten der über 70 verschiedenen Arten von Buchsbäumen stammen aus den Tropen und von dort nach Europa importiert. In Europa ist außer dem Gewöhnlichen Buchsbaum nur noch eine andere Art zu finden, der Balearen Buchsbaum (Buxus balearica). Vermutlich handelt es sich um verwilderte Arten der ehemals in Europa ausschließlich kultivierten Buchsbäume.
Buchsbäume sind immergrüne Bäume - bzw. Sträucher. Es gibt männliche und weibliche Blüten beim Buchs: Pro männliche Blüte gibt es vier oder sechs Staubblätter. Jede weibliche Blüte hat drei Fruchtblätter. Sie bilden Kapselfrüchte.
Die Geschichte der Kultivierung des Buchsbaums ist lang: Bereits die Griechen kannten ihn, die Römer rahmten ihre Gartenbeete mit niedrigen Buchsbaumhecken ein. Dokumentiert wurde die Verwendung des Buchsbaums in deutschen Gärten erstmalig von Albertus Magnus im 13. Jahrhundert. Der Gartenbauer Claude Mollet führte den Buchsbaum in die schönen Gärten der Renaissance ein. In den französischen und italienischen Schlossgärten wurden die geschnittenen, niedrigen Buchsbäume zum unentbehrlichen und typischen Element.
Buxus sempervirens vermehrt sich natürlich nur sehr langsam. Am besten gedeiht er als Steckling. Durch den langsamen Wuchs macht der Buchs später auch wenig Arbeit.
Buchsbäume sind stark giftig. Vor allem die Rinde und die Blättern enthaltene Buxin und andere Alkaloide. Gerade auf Viehweiden sollte der Buchs nicht stehen, Pferde Rinder und Schweine bekommen vom Buchs schwere Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall und Lähmungen.
Buchs verträgt jeden Schnitt und eignet sich dadurch hervorragend als Heckenpflanze oder als niedrige Beeteinfassung. Auch aus dem Altholz treibt er nach dem Rückschnitt wieder üppig aus.
Im Herbst sollte man den Buchsbaum nicht mehr schneiden da er sonst neu austreibt. Diese neuen Triebe schaffen es nicht mehr vor dem Winter auszureifen und sind dadurch stark Frostgefährdet. Vorsichtiges Auslichten ist aber ganzjährig gefahrlos möglich.
Systematik des Buchsbaum:
Überabteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)
Abteilung: Blütenpflanzen (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige (Rosopsida)
Ordnung: Buchsbaumartige (Buxales)
Familie: Buchsbaumgewächse (Buxaceae)
Gattung: Buchsbäume
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Zusatzinformationen
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