Margeriten

Blüten von Zierpflanzen aus der Familie der Korbblütengewächse werden häufig als „margeritenähnlich“ beschrieben. Tatsächlich sind die Margeriten oder Wucherblumen neben den Astern besonders charakteristische und bekannte Vertreter dieser Familie und weisen die typischen sternförmigen Korbblüten auf, bei denen sich zahlreiche röhren- und zungenförmige Einzelblüten zu einer Scheinblüte vereinigen. Botanisch wurde die frühere Großgattung Chrysanthemum, die alle Margeriten umfasste, in mehrere kleinere Gattungen aufgeteilt. Die Fülle der Margeriten umfasst einjährige bzw. einjährig kultivierte Sommerblumen sowie ausdauernde Stauden.

Einen Sonderfall stellt die Strauchmargerite dar: Sie wird in Beeten oder Balkonkästen als Einjährige verwendet, da nicht winterhart, hat aber auch große Bedeutung als mehrjährig gezogene Kübelpflanze. Die Strauchmargerite ist ein sogenannter Halbstrauch, dessen basale Teile verholzen. Sie stammt von den Kanarischen Inseln und wird recht preiswert als Einjährige angeboten.

Als Kübelpflanze, die im Haus überwintert wird, wählt man schon etwas größere, buschige Exemplare oder als Hochstämmchen gezogene Strauchmargeriten. Die Strauchmargerite ist nicht frosthart und von kompaktem, buschigem Wuchs. Sie wird je nach Sorte 25 – 100 cm hoch, hat gefiederte Blätter die grün bis silbergrau sind. Die zahlreichen kleinen Korbblüten leuchten in weiß, gelb oder rosa zwischen Juni und Oktober. Man pflanzt sie in Beeten und Rabatten, niedrige Sorten in Balkonkästen und Schalen; als Kübelpflanze auch als Hochstämmchen. Sie passt zu fast allen Sommerblumen. Man sollte sie hell bei 5 – 10° C überwintern, nur so viel gießen, dass der Topfballen nicht austrocknet.

Vielfältig einsetzbar sind die niedrigen Zwergmargeriten. Die Gelbe Zwergmargerite stammt aus Algerien, ist einjährig mit kriechenden Trieben. Sie wird 20 – 25 cm hoch, hat fleischige, blaugrüne Blätter und goldgelbe Korbblüten. Ihre Blütezeit ist zwischen Mai und September. Die Pflanzung erfolgt in Gruppen auf Beeten und Rabatten als Rand- bzw. Einfassungspflanze, in Kästen und Schalen. Die Blütenstände schließen sich bei Regen.

Heimat der Weißen Zwergmargerite ist die Iberische Halbinsel und die Balearen. Sie ist einjährig, buschig wachsend 15 – 30 cm hoch, mit fiederteiligen, stark gezähnten Blättern. Die weißen Korbblüten mit gelber Mitte erscheinen zwischen Mai und Oktober.

Die Staudenmargerite schlechthin ist wohl die Wiesenmargerite. Mit ihren weißen Blüten überzieht sie im Frühsommer Halbtrockenrasen und Wiesen, besonders in höheren Berglagen. Auch die Gartenformen haben sich ihren natürlichen Charme bewahrt. Ergänzt wird das Sortiment durch die Sommermargerite, die Grönlandmargerite, die Herbstmargerite und die Bunte Margerite. Während letztere mit kräftigen Rosa- und Rottönen aufwarten kann, dominieren bei den anderen Arten Blüten in strahlendem Weiß. Dies macht sie zu guten Kombinationspartnern für Stauden in fast allen Blütenfarben, wobei sie die Pflanzungen aufhellen und für optische Weite sorgen. Sie sind recht pflegeleicht.

Systematik:

Name: Margerite
Bot. Name: Leucanthemum
Alternative Bezeichnungen: -
Familie: Korbblütler
Gattung: Margeriten
Art: -
Herkunft: Kanarische Inseln
Fruchtart: -
Geschlecht: -
Häusigkeit: -
Bestäubung: -
Blattanordnung: -
Blattaufbau: -
Blattrand: -
Weitere Merkmale: -


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