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Geranien pflegen: Standort, Gießen und Überwintern

Geranien gehören zu den beliebtesten Pflanzen für Balkon und Terrasse. Im Handel sind damit meist Pelargonien gemeint, nicht die winterharten Storchschnäbel aus der Gattung Geranium. Die Sorten wachsen aufrecht, hängend oder kompakt und unterscheiden sich in Blatt- und Blütenform. Vor der Pflanzung lohnt ein Blick auf Wuchstyp, Platzbedarf und Frostempfindlichkeit. So lässt sich vermeiden, dass eine kräftig wachsende Hängegeranie ein kleines Gefäß überwuchert oder eine frostempfindliche Sorte ungeschützt im Beet bleibt.

Geranien Geranien Foto: Sabine Wiedamann

Standort und Gefäß vorbereiten

Viele Pelargonien blühen an einem hellen bis sonnigen Platz besonders reich. In sehr heißen Lagen schützt etwas Schatten während der stärksten Mittagssonne vor übermäßiger Austrocknung. Wind kann lange Triebe abbrechen, während Dauerregen Blüten beschädigt und das Substrat vernässt. Wählen Sie daher einen gut belüfteten, möglichst geschützten Standort. Balkonkästen und Töpfe müssen Abzugslöcher besitzen; überschüssiges Wasser darf nicht dauerhaft im Untersetzer stehen.

Verwenden Sie ein strukturstabiles, nährstoffhaltiges Pflanzsubstrat. Setzen Sie die Jungpflanzen auf Höhe des bisherigen Wurzelballens und halten Sie den auf dem Etikett angegebenen Abstand ein. Eine zu dichte Bepflanzung erschwert die Luftzirkulation und macht das Gießen weniger gleichmäßig. Vor dem endgültigen Ausräumen sollten die Nächte frostfrei sein. Pflanzen, die aus geschützten Räumen kommen, gewöhnen Sie schrittweise an direktes Licht und Wind.

Richtig gießen und düngen

Geranien vertragen kurze trockene Phasen besser als dauerhaft nasse Wurzeln, benötigen in sonnigen Kästen aber regelmäßige Kontrolle. Prüfen Sie die Erde mit dem Finger: Ist die Oberfläche trocken und der Ballen leichter, gießen Sie gründlich, bis etwas Wasser aus dem Topf läuft. Bei kühlem oder regnerischem Wetter ist der Bedarf deutlich geringer. Wasser möglichst auf das Substrat geben und Blätter nicht unnötig lange feucht halten. Vermeiden Sie kleine tägliche Schlucke, durch die nur die oberste Schicht nass wird.

Für eine lange Blüte ist eine maßvolle Versorgung während der Wachstumsperiode hilfreich. Flüssigdünger wird nach Packungsangabe dosiert; bei frisch vorgedüngter Erde kann die erste Gabe später erforderlich sein. Überdüngen Sie nicht, denn sehr weiches Blattwachstum kann auf Kosten der Blüten gehen. Entfernen Sie regelmäßig verwelkte Blütenstände und gelbe Blätter. Bei vielen neueren Sorten lösen sich Blüten leichter von selbst, trotzdem verbessert ein gelegentlicher Pflegeschnitt das Erscheinungsbild und macht Krankheiten früher sichtbar.

Wuchs und Blüte lenken

Hängende Sorten eignen sich für Kästen und Ampeln, aufrechte Formen für Kübel und gemischte Pflanzungen. Einzelne lange Triebe können eingekürzt werden, wenn die Pflanze aus der Form gerät. Schneiden Sie knapp über einem Blattansatz und verwenden Sie sauberes Werkzeug. Ein stärkerer Rückschnitt ist eher nach der Saison oder vor dem neuen Austrieb sinnvoll. Drehen Sie Kübel gelegentlich, falls die Pflanzen einseitig zum Licht wachsen.

Wenn die Blütenzahl nachlässt, prüfen Sie zuerst Licht, Wasserabzug und Nährstoffversorgung. Ein schattiger Platz oder ein dauerhaft nasser Wurzelballen lässt sich nicht durch zusätzliche Düngung ausgleichen. Kontrollieren Sie Triebspitzen und Blattunterseiten auf Schädlinge. Bei Befall bestimmen Sie den Schädling, entfernen stark geschädigte Teile und verwenden Pflanzenschutzmittel nur, wenn sie für die konkrete Kultur zugelassen sind. Folgen Sie der Gebrauchsanweisung und behandeln Sie nicht vorsorglich.

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Pelargonien überwintern

Die meisten Balkonpelargonien sind frostempfindlich. Vor dem ersten stärkeren Frost räumen Sie sie in ein helles oder geeignet kühles, frostfreies Winterquartier. Entfernen Sie welke Blätter und kürzen Sie überlange Triebe bei Bedarf zurück. Im Winter wird deutlich sparsamer gegossen; die Erde sollte nicht ständig feucht sein, aber auch nicht völlig austrocknen. Lüften Sie das Quartier und kontrollieren Sie regelmäßig auf Schimmel und Schädlinge. Im Frühjahr können die Pflanzen umgetopft, ausgelichtet und heller gestellt werden. Steigern Sie Wasser und Nährstoffe erst mit dem neuen Austrieb und gewöhnen Sie die Geranien schrittweise ans Freie.

Blumenkästen abwechslungsreich bepflanzen

Pelargonien lassen sich als einheitliche Reihe oder als Leitpflanze in einem gemischten Kasten einsetzen. Kombinieren Sie sie nur mit Partnern, die ähnliche Licht- und Wasserbedingungen mögen. Für weitere Balkonideen finden Sie Beiträge zu Blumen im Garten, zu frostempfindlichen Fuchsien und zu Begonien. Tagetes passen als sommerliche Ergänzung in sonnige Gefäße; für eine andere Blütenform bieten sich auch Löwenmäulchen an. Beachten Sie bei Kombinationen die Endgröße und geben Sie jeder Pflanze genug Raum zum Wachsen.

 

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