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Krokusse pflanzen und pflegen: Standort, Zeit und Blüte

Krokusse bringen schon im Spätwinter Farbe in Beete und Rasenflächen. Damit sie sich zuverlässig etablieren, kommt es vor allem auf den passenden Platz, gut drainierten Boden und den richtigen Umgang mit dem Laub nach der Blüte an. Unter dem Namen Krokus werden frühjahrs- und herbstblühende Arten sowie zahlreiche Gartensorten angeboten. Beim Kauf lohnt daher ein Blick auf Blütezeit und Wuchshöhe: Kleine botanische Krokusse passen an Gehölzränder und in Steingärten, großblumige Sorten wirken im Beet aus kurzer Entfernung besonders gut.

Krokus Krokus gilt als einer der schönsten Frühlingsboten Foto: Wiedamann

Frühjahrs- oder Herbstkrokus auswählen

Die meisten Gartenkrokusse blühen zwischen Februar und April. Sie öffnen ihre Blüten bei Sonne weit und schließen sie bei Dunkelheit oder trübem Wetter teilweise. Botanische Krokusse sind meist zierlich und vermehren sich an geeigneten Standorten über Tochterknollen und Samen. Großblumige Hybriden setzen auffälligere Farbflecken, brauchen aber ebenfalls einen freien, hellen Platz. Herbstblühende Krokusse bringen Farbe in eine Zeit, in der viele Sommerblumen bereits verblüht sind. Ihre Knollen sollten nicht mit den ähnlich erscheinenden Herbstzeitlosen verwechselt werden; die Pflanzen unterscheiden sich botanisch deutlich und die Herbstzeitlose ist stark giftig. Im Zweifel Pflanzen nicht sammeln oder verzehren.

Der Safrankrokus ist eine besondere herbstblühende Art. Für das Gewürz werden die roten Narben der Blüte verwendet. Im Hausgarten ist die Ernte klein und wetterabhängig; für eine verlässliche Safrangausbeute ist ein einzelner Zierbestand nicht ausgelegt. Kaufen Sie eindeutig etikettierte Gartenware und pflanzen Sie keine wild entnommenen Pflanzen. Krokusse sind Zwiebel- und Knollenpflanzen, nicht dauerhaft blühende Stauden: Nach dem Blütenhöhepunkt ziehen die oberirdischen Teile nach und nach ein.

Standort und Boden vorbereiten

Ein sonniger Platz fördert eine kräftige Blüte. Im lichten Halbschatten, etwa unter sommergrünen Gehölzen, können Frühjahrsarten ebenfalls gut wachsen, weil vor dem Laubaustrieb noch viel Licht an den Boden gelangt. Dauerhaft nasse, verdichtete Erde ist ungünstig: Knollen können faulen, wenn Wasser lange im Pflanzbereich steht. Lockern Sie schwere Böden und arbeiten Sie bei Bedarf strukturstabiles, mineralisches Material ein; eine dicke Schicht frischen, nährstoffreichen Kompostes ist nicht nötig. Auf sehr trockenen, nährstoffarmen Stellen sind kleine Arten oft geeigneter als besonders großblumige Sorten.

Im Rasen funktionieren Krokusse nur dort, wo das Gras nach der Blüte nicht sofort tief gemäht wird. Die Blätter müssen noch einige Wochen Licht aufnehmen, damit die Knolle Reserven für das nächste Jahr bilden kann. Planen Sie den Bestand deshalb in einer wenig betretenen Rasenfläche und verschieben Sie den ersten Schnitt, bis das Laub weitgehend vergilbt ist. Für kleine Gärten sind Schalen und Pflanztröge eine Alternative; achten Sie dort auf Abzugslöcher und vermeiden Sie winterliche Staunässe.

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Krokusse richtig pflanzen

Frühjahrsblühende Krokusse werden üblicherweise im Herbst gesetzt, bevor der Boden dauerhaft gefriert. Herbstblühende Formen kommen entsprechend früher im Spätsommer oder Frühherbst in die Erde. Die konkrete Pflanzzeit richtet sich nach Lieferform, Region und Witterung; maßgeblich sind die Hinweise auf der Packung. Pflanzen Sie in Gruppen statt in gleichmäßigen Einzelabständen: Unregelmäßige kleine Trupps wirken natürlicher, klare Gruppen passen besser in formale Beete. Die Pflanztiefe orientiert sich an der Größe der Knolle; als Faustregel gilt etwa das Zwei- bis Dreifache ihrer Höhe. Auf schweren Böden eher flacher und in gut drainierter Erde pflanzen.

Setzen Sie die Knollen mit der Spitze nach oben, bedecken Sie sie locker mit Erde und gießen Sie nur dann an, wenn der Boden trocken ist. Nach dem Pflanzen ist keine laufende Bewässerung nötig, solange der Herbst ausreichend Niederschlag bringt. Ein Abstand von einigen Zentimetern lässt den Pflanzen Raum und ermöglicht trotzdem einen geschlossenen Blüheindruck. Wer sie im Rasen verwildern lassen möchte, kann eine kleine Menge locker aus der Hand fallen lassen und an den Stellen pflanzen, an denen sie landen.

Pflege nach der Blüte

Verblühte Blüten können entfernt werden, wenn sie stören; das ist für die Wiederkehr jedoch nicht entscheidend. Schneiden oder mähen Sie die grünen Blätter nicht ab. Warten Sie, bis sie von selbst gelb werden und sich leicht lösen. Während der Wachstumszeit im Frühjahr hilft bei längerer Trockenheit eine maßvolle Wassergabe. Düngen ist auf normalem Gartenboden meist nicht erforderlich. Werden die Horste mit den Jahren sehr dicht und lässt die Blüte nach, kann man sie nach dem Einziehen aufnehmen, vorsichtig teilen und die Tochterknollen an anderer Stelle wieder einsetzen. Das sollte nur geschehen, wenn der Bestand tatsächlich zu dicht ist.

Häufige Ursachen für ausbleibende Blüten sind ein zu schattiger Standort, Staunässe, zu frühes Entfernen des Laubs oder Knollen, die von Wühlmäusen gefressen wurden. Prüfen Sie bei wiederholten Ausfällen zunächst diese Bedingungen, bevor Sie nachdüngen. Für eine gestaffelte Frühlingsblüte lassen sich Krokusse mit Schneeglöckchen, Primeln, Narzissen und Tulpen kombinieren. Ergänzende Hinweise gibt es zu Blumenzwiebeln und ihrer Pflanzung, zu Schneeglöckchen, Primeln, Narzissen und Tulpen. Für Blüten auf dem Balkon ist außerdem der Beitrag über Petunien im Gefäß hilfreich.

 

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