Englischer Landschaftspark

Wie seine Bezeichnung es andeutet, ist ein Englischer Landschaftspark (auch Englischer Landschaftsgarten) ein in der natürlichen Landschaft integrierter Park. Seine ursprüngliche Heimat ist England des 18. Jahrhunderts, wo er als ein Novum neben der bis dahin vorherrschenden französischen Gartenkunst eingeführt wurde. Als seine „Väter“ gelten der Kutschenmaler William Kent und sein Schüler, der Gärtner Lancelot (Capability) Brown. Im Gegensatz zum alten Barockgarten, französischer Garten genannt, verzichtete der neue englische Gartenstil auf streng geometrisch geformten und symmetrisch angeordneten Blumenbeeten sowie auf beschnittenen Bäumen und Hecken.

Ein Englischer Landschaftspark hat als Hauptmerkmal die natürlich erhaltene Landschaft, in die alle künstlich geschaffenen Elemente der Gartenkunst von den Landschaftsarchitekten so eingegliedert werden, dass sie ebenfalls wie natürlich wirken. Hier werden kleine Seen und Teiche in natürlich anmutenden Formen angelegt, zwischen denen verlaufen wie natürlich entstandene Gehwege und Flüsschen, die Baumgruppen wirken wie von der Natur eingepflanzt und die Hecken kennen keine Heckenschere. Geschützt und von der ihn umgebenden Landschaft abgegrenzt wurde der Englische Landschaftspark ursprünglich durch ein Ha-Ha, ein raffiniertes vom Charles Bridgeman erfundenes Gartenelement, das meist aus einem Graben gegebenenfalls mit einer in ihm gebauten Mauer bestand.

In einen Englischen Landschaftspark durften ferner Bauten wie romantische Brücken, Pavillons, Kappelen und Pagoden oder extra errichteten „Burgruinen“ sowie künstlich gebauten „echten“ Naturelementen wie beispielsweise Grotten viel Abwechslung bringen.

Vom englischen Dichter Joseph Spence 1752 als „Gemäldegalerie unter freiem Himmel“ beschrieben, hat der Englische Landschaftspark sehr bald Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Frankreich erreicht und begeistert. Heute sind die zahlreichen englischen Gärten echte Volksgärten. Zu den ältesten Landschaftsgärten Deutschlands gehören der Hinübersche Garten bei Hannover (1774), der Englische Garten in Meiningen (1782), der Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel (1785) und der Englische Garten in München (1789).


News

09.04.2013

Essbare Stadt Andernach
Essbare Stadt 2013 Andernach, Kongress zur Urbanen Landwirtschaft. Der Kongress in Andernach zum Thema "Essbare Stadt Andernach" findet am 13. und 14. Juni statt.

16.04.2012

Gartenwelt Schloss Rheydt 2012
Gartenwelt Schloss Rheydt 2012, Gartenausstellung mit Pflanzen, Möbel und Dekorativem in Rheydt. Zum vierten Mal wird am 20. - 22.04.2012 die Gartenwelt Schloss Rheydt, die Gartenausstellung mit Pflanzen, Möbeln und Dekorativem, auf der Renaissance-Schlossanlage in Rheydt veranstaltet.

19.03.2012

Krefelder Gartenwelt 2012
Krefelder Gartenwelt 2012, Gartenschau und Lifestyle Krefeld, Rennbahn. Vom 23. - 25.03.2012 findet die Krefelder Gartenwelt auf der Rennbahn in Krefeld statt. Mehr als 120 Aussteller zeigen auf der Gartenschau Produkte und Erzeugnisse für die Bereiche Garten und Lifestyle.

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