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Wüstengarten
Mit dem Begriff "Wüste" assoziieren die meisten Menschen heißen Sand, wandernde Dünen, kaum Pflanzenbewuchs und wenige Tierarten, die unter den extremen Bedingungen leben können. Doch nicht in jeder Wüste sieht es aus wie im Sahel. Wüste kann auch fruchtbar sein und bringt besondere anpassungsfähige Pflanzen- und Tierarten hervor. In den Oasen Arabiens werden auch wundervolle Gärten angelegt. Hier bei uns ist das Interesse an Pflanzen aus Wüstengegenden sehr groß.
In einigen Botanischen Gärten kann man Abteilungen für die Vegetation der Wüsten finden. Im Botanischen Garten Hamburg wurde 2005 ein Wüstengarten eröffnet ein Geschenk des 2004 verstorbenen Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate. Zwei zehn Meter hohe blaue Glaspyramiden zeigen in Ausstellungen, die aktualisiert werden können, den Zustand der heutigen Wüsten, ihre Ausbreitung und Maßnahmen zur Bekämpfung ihrer Ausdehnung.
Auch private Liebhaber von Wüstengärten haben die Möglichkeit, sich einen solchen Garten anzulegen. Dafür sollte ein leicht abfallendes oder hügeliges Gelände mit viel Sonneneinstrahlung (möglichst offen nach Osten, Süden und Westen) vorhanden sein. Der Boden muss sandig und geröllhaltig sein. Auch Steine als Gestaltungselement passen sehr gut.
Zur Auflockerung der Landschaft könnte ein (artesischer) Brunnen dienen oder ein kleiner Wasserlauf, denn Oasen liegen immer in der Nähe von Wasserstellen. So könnte der heimische Wüstengarten auch einer Oase ähneln. In unseren Breiten müssen die Pflanzen, die im Wüstengarten gedeihen sollen, winterhart sein. Es sei denn, man hat ein kleines Warmhaus zur Verfügung, in dem die Pflanzen überwintern können. Geeignet sind Sukkulenten mit ihren dickfleischigen Blättern und Trieben, Kakteen und die aus Mexiko stammenden Elefantenfüße (Nolina) und Dasylirien, Agavenarten und die in Australien und Indonesien verbreiteten Schraubenbäume (Pandanus). Alle diese Pflanzen kommen mit wenig Bewässerung aus und können Dürreperioden gut verkraften.

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